Daaflux


Last update: 20.01.2012


TIPPS - BEGEGNUNGEN MIT HÖRBEHINDERTEN
Der Umgang mit einem hörbehinderten Menschen ist für einen Hörenden nicht einfach. Aber bitte bedenken Sie, dass es für einen Hörbehinderten noch viel schwieriger ist.

  • Wenn Sie einen Hörbehinderter rufen möchten, hier die Möglichkeiten:
  • tippen Sie auf seine Schulter oder auf seinen Arm,
  • winken Sie ihn,
  • klopfen Sie mit Ihrem Fuß auf den Holzboden,
  • klopfen Sie mit dem Hand auf den Tisch,
  • oder wenn Sie in der Nähe vom Lichtschalter sind, machen Sie das Licht kurz an und aus.
  • Blickkontakt beibehalten (zum Lippen ablesen).
  • Bitte langsam, deutlich und ruhig sprechen. Sprechen Sie nicht mit dem vollen Mund. Halten Sie keine Hand oder Finger vor dem Mund.
  • Wenn ein Hörgeschädigter nach dem zweiten Wiederholen immer noch nichts verstanden hat, bitten die Nerven nicht verlieren, lieber den Begriff anders umformulieren.
  • Schreien Sie nicht den Schwerhörigen an, das verzerrt den Ton und kann durch das Hörgerät schmerzhaft sein. Für Gehörlose ist das sowieso sinnlos.
  • Sorgen Sie für ein gut beleuchtetes Zimmer. In der Dunkelheit kann der Hörbehinderte nicht gut vom Mund ablesen. Stellen Sie sich nicht vor einem Fenster, mit der Lichtquelle im Rücken ist Ihr Gesicht/Mund nicht genügend beleuchtet.
  • Sorgen Sie dafür, dass der Hörbehinderte in einer Gesellschaft auch mitsprechen oder –lachen kann. Lassen Sie ihn am Gespräch teilnehmen, indem Sie ihn von Zeit zu Zeit mit dem Thema des Gesprächs bekannt machen. Dadurch kommt bei ihm das Gefühl der Einsamkeit, der Isolation nicht auf. Große Einsamkeit in einer Gesellschaft ist für ihn viel schlimmer, als allein auf seinem Zimmer zu sein.
  • Lachen Sie den Hörbehinderten nicht aus, wenn er falsche Antworten gibt oder falsch verstanden hat. Erklären Sie ihm, was er falsch gemacht hat.
  • Wenn der Hörbehinderte Sie nicht versteht, bitte schreiben Sie ihm aufs Blatt.
  • Der Hörbehinderter versteht schneller und besser, wenn Sie das Gestik benutzen oder ihm zeigen, was er machen muss.
  • Fremdwörter oder Eigennamen am besten aufschreiben, damit der Hörbehinderte sie lernen, begreifen und behalten kann. So kann er es beim nächsten Mal besser vom Mund ablesen.
  • Sprechen Sie mit dem Hörbehinderten nicht in langen oder komplizierten Sätzen, sondern versuchen Sie, es möchlichst kurz und einfach zu sagen.
  • Bitte bedenken Sie, dass Hören und Mundablesen für Hörbehinderte sehr anstrengend ist, so dass es möglich ist, die Ermüdungserscheinungen schneller auftreten können als bei Hörenden (Belastung)


Bild von Dominik